Roger Highfield

Können Engel fliegen?

Die Wissenschaft der Weihnachtszeit
Cover: Können Engel fliegen?
Rowohlt Verlag, Reinbek 1999
ISBN 9783498029470
gebunden, 320 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Zum erstenmal in der Geschichte wagt sich ein Wissenschaftler an die Ergründung unseres heiligsten Festes. Fragen von eminenter Bedeutung gilt es zu klären: Kann der Rentierschlitten des Weihnachtsmannes wirklich so schnell fliegen, daß er es schafft, 842 Millionen Haushalte an einem einzigen Abend anzusteuern? Und wenn der Weihnachtsmann, wie manche Forscher behaupten, seit Urzeiten die Quantenteleportation drauf hat, wie kriegt er dann die knallfreie Landung hin, die die Stille Nacht gebietet? Oder surft er doch - so die Gegenthese - sanft auf dem Kamm der Raumzeitwellen und tunnelt einfach durch die Wurmlöcher? Stimmt die Theorie, daß seine Leibesfülle auf einen genetischen Defekt und Rentier Rudolphs rote Nase auf eine arktische Virusinfektion zurückzuführen ist?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Das ist mal eine vergnügliche Rezension von Susanne Wedlich über ein vergnügliches Buch, das den Ursprüngen aller möglichen, in unserem Bewußtsein mit Weihnachten verbundenen Phänomene nachgeht. Von Alkoholkonsum über Knecht Ruprecht, die rote Nase des Rentiers Rudolph und weißen Schneeflöckchen bis zum Kind in der Krippe, - alles wird zum Anlass spannender, manchmal auch "abstruser" Wissenschaft, lobt Wedlich. Die Krippe beispielsweise landete bei uns, so Ken Bailey, Direktor des Beiruter Instituts für Neutestamentliche Forschung des Mittleren Ostens, nur deshalb in einem "Stall", weil man nicht verstand, dass Menschen und Tiere in Palästina im selben Raum nächtigten. Und die rote Nase des Rentiers hat zu tun, laut Odd Halvorsen von der Universität Oslo, mit einer Vielzahl von Parasiten in den Atemwegen der Rentiere zur Winterzeit. Der Brite Highfield, der all dies gesammelt hat, ist Leiter der Wissenschaftsredaktion des "Daily Telegraph" und hat sich auch als TV-Moderator wissenschaftlicher Sendungen der Vermittlung von Wissenschaft ans breite Publikum verschrieben. Bemängelt wird von Wedlich die bei einigen Fachausdrücken schlampige Übersetzung und das lückenhafte Glossar.
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