Grammatik gilt als eine langweilige, verknöcherte Angelegenheit Fragen wie diejenige, ob man downgeloadet oder gedownloadet sagt, werden jedoch nicht nur von professionellen Linguisten durchaus leidenschaftlich diskutiert. Robert Stockhammers Buch legt den Schwerpunkt auf die Geschichte des Wissens der Grammatik, das solche Entscheidungen zu fällen beansprucht. Dieses Wissen ist seit der Antike auch Macht, die vor allem in der Regulierung des Fremden mit den Mitteln der Schrift ausgeübt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2014
So richtig lässt sich Robert Stockhammers "Grammatik"-Geschichte gar nicht zusammenfassen, berichtet Katharina Teutsch, zu lange wird übers Sprechen gesprochen und geschrieben und zu sehr ist sie mit der Logik und Philosophie allgemein verbandelt. Was sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist die Frage nach der Aufteilung in Korrekt- und "Falschheiten des Sprechens", und somit auch das Problem, dass die Sprache sich gegen diese Klassifizierung stetig sträubt, erklärt die Rezensentin, die Stockhammers Buch vor allem Lesern empfiehlt, die auf diesem Gebiet nicht gänzlich unbewandert sind.
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