Das Deutsche ist eine der am besten erforschten Sprachen der Welt; weniger bekannt ist, welche Gemeinsamkeiten es mit den europäischen Nachbarsprachen teilt und wo seine Besonderheiten liegen.Die insgesamt acht Kapitel des Buches stellen prägnant und anhand von anschaulichen Beispielen Wortschatz und Grammatik des Deutschen vor. Dabei verhilft ein Vergleich mit den Optionen etwa im Englischen, Französischen, Polnischen, Ungarischen oder anderen europäischen Sprachen zu einem verschärften Blick. Ausgangspunkt ist dabei ein kurzer Abriss der Facetten von Sprache allgemein sowie die Herleitung der grundlegenden Sprachfunktionen aus einer handlungsbezogenen Perspektive. Die folgenden Kapitel stehen unter Motti wie: "Das Verb - Zeiten, Modi, Szenarios und Inszenierungen", "Der nominale Bereich - die vielerlei Arten, Gegenstände zu konstruieren" oder "Der Text - wenn wir kohärent und dabei narrativ oder argumentativ werden". Das letzte Kapitel trägt den Titel: "Das Deutsche - auf dem Weg zu einem Sprachporträt".Das Buch soll Sprachinteressierten auch ohne linguistische Fachkenntnisse einen neuen Zugang zu unserer Muttersprache erschließen und die Sensibilität für die sprachliche Verbundenheit auf unserem Kontinent trotz aller Vielfalt stärken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2021
Wer spricht, sagt mehr als 1000 Worte, weiß Rezensent Wolfgang Krischke. Zum Beispiel greift er auf eine raffinierte Grammatik zurück, wie die Germanistin Gisela Zifonun dem Leser auseinandersetzt. Dass die deutsche Grammatik mehr ist als ödes Regelwerk, vermittelt die Autorin laut Krischke mittels Sprachvergleichen, Sprachgeschichte und Exkursen zum Komplex Wort und Wirklichkeit und zur flexivischen Kooperation. Mit einem solchen Einblick, meint Krischke, wird das Erlernen der deutschen Sprache nicht unbedingt einfacher, aber systematischer. Keine ganz leichte Lektüre, findet der Rezensent, aber oft genug pointiert und allemal lehrreich.
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