Aus dem Amerikanischen von Rüdiger Fischer. Eine zweisprachige Auswahl aus den Gedichtbänden von Robert Bly, der 1966 als Mitbegründer der Bewegung 'American Writers Against the Vietnam War' in Erscheinung trat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2007
Im Norden des Mittleren Westens der USA, da, wo der Europäer nur Schnee sehe, Einsamkeit, schwarz-weiße Leere und Ödnis, da existiert für den amerikanischen Dichter Robert Bly eine ganze, eine eigene Welt. Diese besingt er, und zwar, so Burkhard Müller, sehr eindrucksvoll. In die Tradition von Walt Whitman und Abraham Lincoln reiht Müller den Dichter ein, als einen, der immer "Privatmann" bleibt, nicht im Widerspruch, aber stets auf Distanz zu Mitmensch und Mitwelt. In dieser Perspektive rücken die Natur ins Zentrum der Gedichte, kleine, nach Maßgabe des großen Ganzen unbedeutende Dinge wie "Wäscheklammern" oder auch die "Kartoffel". Das Kleine groß, das Öde lyrisch lebendig zu machen, darin erweist sich Robert Bly, findet Müller, dann aber als Meister.
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