Cid Corman

Sun Rock Man / Sonne Fels Mensch

Verlag im Wald, Rimbach 2004
ISBN 9783929208672
Kartoniert, 234 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Rüdiger Fischer.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.12.2004

"Es hat Sinn, über Cid Corman zu schreiben, und auch nicht. Seine Gedichte sprechen für ihn." So eröffnet der Rezensent Volker Frick seine Besprechung - und entscheidet sich dann doch zu schreiben. Wohl weil Corman in Deutschland fast völlig unbekannt ist, porträtiert ihn der Rezensent als innovativen, weltoffenen, weitgereisten Allrounder, der neben zahlreichen anderen Stationen auch das süditalienische Matera besucht hat. Aus dieser Zeit, so Frick, stammt auch der Gedichtband "Sun Rock Man", der nun in einer zweisprachigen Ausgabe vorliegt. Die in den Fels geschlagenen antiken Behausungen von Matera haben Corman zu Gedichten inspiriert, die von "Kargheit und Entbehrung, Not und Mangel" handeln, die jedoch in ihrer "mal rhapsodisch prosaischen, mal blitzartig bildhaften" Qualität die Stadt und ihre Bewohner als "felsige Augenweide" erschaffen. Sehr gefallen hat dem Rezensenten, wie Corman die Illusion einer objektiv existierenden Welt heraufbeschwört und diese wiederum dekonstruiert, indem er die Wirklichkeit im "nicht sagbaren Kern der Subjekte" verankert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.11.2004

Der Rezensent mit dem Kürzel "bcn" findet es äußerst verdienstvoll, dass Rüdiger Fischer und der Verlag Im Wald auf den in diesem Jahr verstorbenen, hierzulande vergleichsweise unbekannten Dichter Cid Corman aufmerksam machen: Corman ist nach Einschätzung des Rezensenten nämlich "der unbekannteste unter den bedeutenderen amerikanischen Dichtern." Entstanden sind die hier veröffentlichten Gedichte - bisher soll nach Information des Rezensenten etwa 80.000 Gedichte Cormans noch gar nicht publiziert sein - während eines Aufenthalts in Süditalien. Vom Ergebnis zeigt sich der Rezensent auf jeden Fall beeindruckt: "Corman beobachtet Details aus dem Alltag, als würden sie unter einem Mikroskop liegen, und verleiht den scheinbar weniger Privilegierten die große Würde des Gedichts" -und das, ohne in irgendeiner Weise banal zu wirken.
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