rasende Gedanken luzide auf der Wäscheleine schwanken
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2016
Lorenz Jäger bewundert, wie sich Ria Endres, die einst durch eine feministische Wutattcke gegen Thomas Bernhard in Form einer Dissertation berühmt wurde, in stillen Gedichten in Kunst einschreibt. Er zeigt es am Beispiel eines Gedichts über ein Matisse-Bild, das ein Zimmer in Nzza zeigt, in das sie sich hinein versetzt und das sie dann mit ganz persönlichen Erinnerungen und Assoziationen verknüpft. Auf das Rätsel der eigenen Geschichte, so Jäger, klopfe Endres in ihrer traditionsbewussten Lyrik die Literatur und die Kunst ab.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…