René Marik

Wie einmal ein Bagger auf mich fiel

Eine Provinzjugend
Cover: Wie einmal ein Bagger auf mich fiel
Droemer Knaur Verlag, München 2019
ISBN 9783426302217
Kartoniert, 240 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

"Wie einmal ein Bagger auf mich fiel" ist die Geschichte eines Jungens aus der Provinz, der ins Leben aufbricht. Der junge Held ist niemand anderes als der bekannte Puppenspieler und Autor René Marik, durch dessen kindliche Augen betrachtet die Erwachsenenwelt zum Irrewerden öde und verlogen scheint. Doch schöne Mädchen, Martini und die Neue Deutsche Welle verheißen Rettung vor dem sicheren Tod durch Langeweile und Spießertum - und wo kann man sich schon freier fühlen als auf einem frisierten Mofa auf einer Landstraße? René Mariks erste Lebensjahre spielen sich an einem ziemlich schrägen Ort ab: Mit seiner Familie lebt er in einer Bundeswehr-Kaserne im Westerwald, wo seine Eltern die Kantine schmeißen. Wie ein Außerirdischer wächst René in einer Familie auf, in der das gemeinsame Schweigen und der Bratensoßengeruch sein Leben nicht nur sonntags wie Fichtenharz überziehen. Doch zum Glück gibt es Leidensgenossen. Gemeinsam durchläuft die gelangweilte Dorfjugend den Wahnsinn namens Schule, frisiert lahme Mofas, und in der Zeit der sprießenden Pickel tauchen da plötzlich die Mädchen auf, so wunderschön und unerreichbar. Mit großem erzählerischem Gespür führt René Marik mitten hinein in sein Coming-of-Age in der Provinz der 1970er-Jahre. In eine Geschichte, in der Tragik und Komik nahe beieinander liegen und das Gift eines Familien-Geheimnisses langsam beginnt, seine Wirkung zu entfalten…

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2019

Elke Heidenreich tut uns den Gefallen und rezenseiert ein Buch, das ansonsten vielleicht unbeachtet bleiben würde, so vermutet sie. Rene Marik, Puppenspieler und Erfinder des blinden Maulwurfs, legt mit seiner Biografie laut Rezensentin einen Provinzroman vor, der berührend von einer tristen Jugend mit einem gewalttätigen Vater und einer hilflosen Mutter erzählt. Wie sich Marik schließlich vom Unheil befreit, indem er nicht im Zorn zurückblickt, sondern mit Liebe, findet Heidenreich lesenswert.
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