Aus dem Englischen von Manuela Knetsch. Die wahre Geschichte einer der letzten Überlebenden des Holocausts. Rena Finders eindrücklicher Zeitzeugenbericht ist ein Appell, Antisemitismus und Hass keine Chance zu geben. Kurz nachdem die Nationalsozialisten Polen überfallen haben, werden die elfjährige Rena und ihre Familie gezwungen, in das jüdische Ghetto von Krakau zu ziehen. Hunger und harte Arbeit bestimmen den Alltag, und Rena muss immer wieder mitansehen, wie Freunde und Familie deportiert werden. Durch eine glückliche Fügung kommen ihre Mutter und sie in der Fabrik von Oskar Schindler unter. Ihre Namen landen auf der Liste, die später als "Schindlers Liste" weltweit bekannt werden wird, und sie überleben. Dieses Buch ist Renas Zeitzeugenbericht, eindrücklich und bestürzend und doch auch voller Hoffnung auf bessere Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.06.2022
Rezensentin Roswitha Budeus-Budde erkennt das nun veröffentlichte Werk der Holocaust-Überlebenden Rena Finder als lohnende Bereicherung zum international bereits bekannten Buch sowie dessen Verfilmung rund um Oskar Schindler und dessen Rettung seiner jüdischen Arbeiter vor dem KZ. Die Rezensentin merkt der Autorin die Übung im Umgang mit jungen Menschen an, wenn sie deren Leben in knappen, chronologisch aufgereihten Kapiteln liest, von deren glücklichen Aufwachsen in Krakau, dem späteren Leben im Ghetto und dem Entrinnen vor der Deportation als Teil von "Schindlers Liste". Dabei appelliere Finder an den gegenseitigen Respekt aller Menschen und rege die Lesenden zum kritischen Nachdenken darüber an, wie subjektiv und auch unzuverlässig erzählte Geschichte sein kann, lobt Budeus-Budde die sich zugleich ermutigt fühlt Bezüge zur politischen Gegenwart herzustellen.
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