Remco Campert

Eine Liebe in Paris

Roman
Cover: Eine Liebe in Paris
Arche Verlag, Hamburg 2005
ISBN 9783716023457
Gebunden, 160 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Marianne Holberg. Ein grauverhangener Vormittag auf der Place de Pantheon in Paris. Vor einem Hotel wartet der Mann auf ein Taxi. Es ist der niederländische Autor Richard Sanders, 60, der zur Premiere seines Buches mit dem vielsagenden Titel L'art d'oublier - Die Kunst des Vergesens - angereist ist. Ist es Zufall oder Schicksal, daß er in diesem Augenblick Sacha van Munster begegnet? Oder genauer: Ihr wieder begegnet? Denn das behauptet sie, während er sich verzweifelt fragt, wo er sie zum erstenmal gesehen hat. In Antwerpen? Amsterdam? Auf der Straße? Im Cafe? Er erinnert sich nicht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2005

Kristina Maidt-Zinke stellt den niederländischen Lyriker, Journalisten und Autor Remco Campert vor, der nun mit "Eine Liebe in Paris" erstmals auf Deutsch zu lesen ist. Er ist "einer der wichtigsten Lyriker" seines Landes und wird in den Niederlanden wegen seiner Kolumnen für die Tagezeitung "De Volkskrant" als "intellektuelle Instanz" geschätzt, teilt die Rezensentin mit. Im vorliegenden Roman kehrt ein niederländischer Schriftsteller für die Vorstellung seines Buches über die "Kunst des Vergessens" nach Paris zurück und gerät durch die Begegnung mit einer Frau, die ihn zu kennen behauptet, in einen Strudel der Erinnerung, fasst Maidt-Zinke zusammen. Die "Pointe" des Buches ist ihr zwar zu "theatralisch", aber das nimmt sie Campert überhaupt nicht übel, weil sie ansonsten von der Leichtigkeit, der Melancholie und der "erzählerischen Ökonomie" des Romans sehr "eingenommen" ist, wie sie zugibt. Und so wünscht sie sich, es möge bald mehr von diesem Autor auf Deutsch zu haben sein.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2005

Roman Bucheli stellt "Eine Liebe in Paris" von Remco Campert vor, der mit diesem Roman nun auch endlich einem deutschen Lesepublikum bekannt gemacht wird, in den Niederlanden dagegen zu den "bedeutendsten" Gegenwartsautoren gezählt wird, wie der Rezensent informiert. In dem schmalen Band, den Bucheli eher als "Erzählung" denn als "Roman" charakterisiert, kommt ein Schriftsteller für eine Buchvorstellung nach Paris und begegnet dort einer Frau, die ihn kennt, an die er sich aber partout nicht erinnern kann, fasst der Rezensent zusammen. Die Begegnung löst eine Kette von Erinnerungen aus und gipfelt am Ende in einer "Pointe", wenn die Identität der geheimnisvollen Frau geklärt wird, doch die verrät der Rezensent natürlich nicht. Er lobt das Buch als "leichte" und dabei äußerst vergnügliche Lektüre und zeigt sich sehr beeindruckt vom großen "Kunstverstand", mit dem der niederländische Autor in beeindruckender erzählerischer Ökonomie das Innenleben seines Protagonisten offenzulegen weiß. Campert sei ein "manipulativer Autor", der sehr geschickt und dabei durchaus berechnend die "Aufmerksamkeit seiner Leser" kontrolliert, warnt Bucheli wohlwollend.
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