Ein Projekt der "Berlin-Forschung" der Freien Universität Berlin, mit freundlicher Unterstützung von Radio multikulti (RBB), herausgegeben von Nils Grübel und Stefan Rademacher. Dieses Buch bietet erstmals einen vollständigen Überblick über das religiöse Berlin. In zweieinhalb Jahren Recherche haben die beiden Religionswissenschaftler Nils Grübel und Stefan Rademacher, unterstützt von Prof. Dr. Hartmut Zinser und Studierenden des Instituts für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin, Portraits von den über 360 religiösen Gemeinschaften der Stadt erarbeitet. Die Darstellungen der einzelnen Gruppen - sowohl große Kirchen als auch kleine Zirkel - umfassen Geschichtsdaten, ihre wichtigsten Glaubenslehren und ihr Auftreten in Berlin. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und Hinweise zur weiterführenden Literatur sind ebenfalls angegeben. Auch auf umstrittene religiöse Gruppen wird eingegangen, ebenso auf neue religiöse Entwicklungen unter dem Stichwort Esoterik. Die Artikel wurden weitgehend in Kooperation mit den Gemeinschaften erarbeitet, sind jedoch keine Selbstdarstellungen, sondern folgen neutralen wissenschaftlichen Kriterien. Die Gruppen sind in größeren Kapiteln, den religiösen Hauptströmungen folgend, zusammengefasst. In den Kapiteleinleitungen werden die wichtigsten Grundbegriffe und globalen Entwicklungen beschrieben, so dass jede Gemeinschaft in ihren religiösen Gesamtzusammenhang eingeordnet und verglichen werden kann. Ein Abschnitt zu den politischen Gegebenheiten in Berlin und mit einigen wissenschaftlichen Begriffen rundet die Darstellung ab. Das Buch ist verständlich geschrieben und da als Einführung in die Religionen verfasst - auch für Nicht-Berliner ein äußerst informatives Nachschlagwerk und eine spannende Lektüre.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Kein Buch zum Lesen, sondern ein Buch, in dem man etwas nachschlägt, an etwas anderem hängen bleibt und dann auf wieder etwas anderes kommt; und nach einer Stunde legt man das Buch aus der Hand und hat vergessen, wonach man suchte. "Religion in Berlin" heißt es. Nils Grübel und Stefan Rademacher haben es herausgebracht. Berliner Religionswissenschaftler haben über die mehr als 360 religiösen Gemeinschaften der Stadt zusammengetragen, was sie konnten, haben mit den Betroffenen darüber gesprochen und am Ende kleine Artikel verfasst, die das Selbstbild der Sprecher der Gemeinden möglichst nicht verletzen. Eine heikle Aufgabe und immer wieder auch eine Zumutung für den Leser, der ja keinesfalls auf Äquidistanz zu - zum Beispiel - der Jüdischen Gemeinde und zur palästinensischen Hamas hält. Aber diese Zumutung ist nötig. Sie ist die entscheidende Qualität des Buches. Sie stößt den Leser an die Grenzen seiner Toleranz. Das sind jene Stellen, auf die es ankommt... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…