Benedikt XVI.

Die Kirchenväter

Frühe Lehrer der Christenheit
Cover: Die Kirchenväter
Friedrich Pustet Verlag, Regensburg 2008
ISBN 9783791721590
Gebunden, 232 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

"Wenn ich die Schriften des heiligen Augustinus lese, habe ich nicht den Eindruck, dass es sich um einen Mann handelt, der vor mehr oder weniger 1600 Jahren gestorben ist, sondern ich spüre ihn wie einen Menschen von heute ..., der mit seinem frischen und aktuellen Glauben zu uns spricht." Papst Benedikt XVI. stellt in 26 Porträts die großen Lehrer der frühen Christenheit vor, die auf dem Fundament der Apostel die Kirche weiterbauten und gestalteten. Indem der Papst Leben und literarisches Werk dieser bedeutenden Bischöfe und Gelehrten erschließt, eröffnet er dem Leser die Gedankenwelt der frühen Christen. Leicht verständlich werden die Weisheit und die spirituelle Tiefe der Christen der ersten Jahrhunderte zugänglich gemacht. Benedikt XVI. hebt jene Erfahrungen und Erkenntnisse hervor, die auch heute noch von ungebrochener Gültigkeit sind: Die Kirchenväter werden so zu "Zeugen der bleibenden Aktualität des christlichen Glaubens".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.10.2008

Äußerst wohlwollend nähert sich der Rezensent diesem Band. Dass Papst Benedikt XVI. antritt, gut zwei Dutzend Vordenker der frühen Christenheit zu porträtieren, erfüllt Wolfram Kinzig zunächst mit Freude. Soviel theologiehistorisches Interesse würde er sich auch auf evangelischer und orthodoxer Seite wünschen! Zumal ihm die "Argumentationshöhe" angemessen reduziert erscheint und die Texte sich leicht lesen lassen. Auf Vollständigkeit möchte Kinzig nicht pochen. Die Frage, warum maßgebliche Bischöfe in dieser Betrachtung fehlen, andere, weniger bedeutende wiederum aufgenommen wurden, stellt er deshalb nur am Rande. Ihn interessiert vor allem, ob Benedikt seinen Lesern einen differenzierten Zugang zu den behandelten Gestalten eröffnet. Enttäuscht stellt Kinzig fest, wie eindeutig der Autor die Fronten zwischen Rechtgläubigkeit und Ketzertum nach wie vor zieht. Irritiert ist der Rezensent, als er hinter den Kniff kommt, mit dem hier die neuere Forschung zugunsten überlieferter, jedoch überholter Lehren ausgeblendet wird. Kinzig warnt den Leser vor unscharfen Formulierungen, die der Immunisierung gegen historische Kritik diene. Einer historisch-kritischen Rezeption des frühen Christentums, stellt er resigniert fest, steht eine solch "ungebremst heilsgeschichtliche Sicht" weiterhin im Weg.

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