Rebecca Buxton (Hg.), Lisa Whiting (Hg.)

Philosophinnen

Von Hypatia bis Angela Davis: Herausragende Frauen der Philosophiegeschichte
Cover: Philosophinnen
Mairisch Verlag, Hamburg 2021
ISBN 9783948722036
Gebunden, 208 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Roberta Schneider, Daniel Beskos & Nefeli Kavouras. Frauen hat es in der Philosophie immer gegeben. Doch nur selten wurden sie wirklich wahrgenommen oder ihre Lehren verbreitet und überliefert. Dabei können ihre Ideen wichtige Impulse zu alten und neuen Debatten liefern und eine andere Perspektive auf die Welt ermöglichen. Es ist also höchste Zeit, dass Frauen endlich den Platz in der Philosophie und den Wissenschaften bekommen, der ihnen zusteht. Die Herausgeberinnen Rebecca Buxton & Lisa Whiting haben in "Philosophinnen" zwanzig Portraits einflussreicher Denkerinnen zusammengetragen, von der Antike bis in die Gegenwart, über alle Kulturkreise und Religionen hinweg, verfasst von zwanzig jungen, gegenwärtigen Philosophinnen. Mit Texten über: Hypatia, Diotima, Ban Zhao, Mary Wollstonecraft, Lalla, Mary Astell, Harriet Taylor Mill, Mary Anne Evans (George Eliot), Edith Stein, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir, Iris Murdoch, Mary Midgley, Elizabeth Anscombe, Mary Warnock, Sophie Bosede Oluwole, Angela Davis, Iris Marion Young, Anita L. Allen und Azizah Y. al-Hibri

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.03.2021

Rezensent Dirk Lüddecke beschwert sich erst am Schluss, dass einige wichtige Frauen in dieser weiblichen Philosophiegeschichte fehlen - vor allem Christine de Pizan. Das findet er rätselhaft. Ansonsten aber ist er des Lobes voll. Ihn beeindruckt, dass "über Fach- und Kulturkreise" hinausgeschaut und auch weniger bekannte Frauen berücksichtigt wurden. Und er macht sogar eine kritische Bemerkung zu all jenen, die solche Sammelbände, in denen zudem nur Frauen schreiben dürften, für überflüssig halten; sie sollten sich noch einmal all jene Bücher ansehen, in der die Geschichte etwa der Philosophie nur unter Männern abgehandelt würden. Der kritische Kritiker meint, man bewege sich hier nun mal in einem Paradox, da der Vernunft, um die es beim Philosophieren ginge, das Geschlecht der Philosophierenden tatsächlich herzlich egal sei. Alles in allem findet er, sei dies "ein richtig gut lesbarer" Beitrag. Nach der Beschwerde - siehe oben - übt er "Nachsicht" mit den Herausgeberinnen, eine Tugend, die er als vorläufig noch notwendige auch von anderen einfordert. Gerät sein Ton da nicht doch ein wenig gönnerhaft?

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