Aus dem Englischen von HeideHorn, Christa Prummer-Lehmair und Rita Seuß. Die Geschichte von Raynor und Moth geht weiter: Nachdem sie Haus und Hof verloren hatten und den über 1000 Kilometer langen South West Coast Path gewandert waren, wurde eine Farm in Wales ihre neue Heimat. Moths Gesundheit stabilisierte sich, die Farm zu neuem Leben zu erwecken, war Herausforderung und Glück zugleich. Doch Stillstand ist keine Option für die beiden und so brechen sie erneut zu einer großen Wanderung auf, die sie erst durch das schottische Hochland und dann durch die schönsten und wildesten Landstriche Englands führt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 04.01.2023
Rezensent Günter Wessel lässt sich bewegen von Raynor Winns Bericht "Überland". Die Autorin hat sich mit ihrem Mann auf den Kap Wrath Trail begeben, den härtesten Wanderweg Britanniens, in der Hoffnung, dass Bewegung, Landschaft und Naturerleben dem schwerkranken Moth gut tun würden. Der Plan geht nur halb auf: Die Wanderung gibt und kostet Kraft zugleich, muss Wessel erfahren, aber wie Winn ihre Erfahrungen beschreibt, verbunden mit Gedanken über die Klimakrise, die schwindende Biodiversität und soziale Verwerfungen, hochemotional, aber nie kitschig, das berührt den Rezensenten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.12.2022
Ob es eine gute Idee ist, mit dem unheilbar kranken Ehemann Moth den herausfordernsten Weitwanderweg Großbritanniens, den Cape Wrath Trail, zu gehen? Dieser Frage widmet sich Raynor Winn in ihrem neuen Buch "Überland", erfahren wir von Rezensent Stefan Fischer. Moth Winn leide an einer degenerativen Erkrankung, die über kurz oder lang unweigerlich zum Tod führen müsse, schon 14 Jahre sei die Diagnose her und es gehe ihm langsam immer schlechter. Doch das Ehepaar hat sich in den Kopf gesetzt, diese Wanderung unbedingt zu machen, und so kommt es dann auch, verrät der Rezensent. Wider Erwarten schaffen sie es, mal mit Schwierigkeiten, mal mit schönen, für die Strapazen entschädigenden Momenten, was Winn laut Fischer mit großer Empathie erzählt, ohne in Kitsch zu verfallen. Der Rezensent ist sichtlich berührt von diesem Buch.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…