Aus dem Englischen von Judith Zander. Auf ihren unzähligen Reisen in die schottischen Cairngorm Mountains begegnete Nan Shepherd einer atemberaubend schönen wie schockierend harten Natur. In ihrem wichtigsten Buch - ein Kondensat der aufwühlendsten Erfahrungen - gelingt es ihr, diese Naturerlebnisse auf unvergleichliche Weise zu schildern: Felsen, Wiesen, Weiden und Tiere sowie dem menschlichen Auge zuweilen verborgene Geheimnisse der Natur einer unvergleichlichen Landschaft. Immer versucht sie dabei, dem innersten Wesen der sie umgebenden Welt auf die Spur zu kommen und sich mit ihr in Beziehung zu setzen. Verfasst während des Zweiten Weltkrieges wurde Der lebende Berg erst kurz vor ihrem Tod veröffentlicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.01.2018
Rezensent Nico Bleutge hat sich von der schottischen Dichterin gern die Welt auf den Kopf stellen lassen. In dem kurz nach Zweiten Weltkrieg verfassten, aber erst dreißig Jahre später erstmals veröffentlichten Buch begleitet der Kritiker die Schriftstellerin lustvoll beim Durchwandern der schottischen Cairngorms, fühlt sich dank Sogkraft, Rhythmus und Bildgewalt der Sprache zunehmend leichter und lernt von Shepherd eine ganz eigene Form der Wahrnehmung: Oszillierend zwischen Analyse und Erstaunen, Spiritualität und Wissenschaft wechselt die Autorin die Perspektiven, lässt sich von der Schönheit der Natur ebenso verzaubern wie sie die Trostlosigkeit von Frost oder Regen einfängt und sieht die Welt immer wieder neu, lobt er. Die Übersetzung der Schriftstellerin Judith Zander hat dem Rezensenten ebenfalls gut gefallen.
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