Stephen Moss

Über die Schwalbe

Cover: Über die Schwalbe
DuMont Verlag, Köln 2021
ISBN 9783832180058
Gebunden, 224 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Marion Herbert und Annika Klapper. Stephen Moss erzählt von der unglaublichen Reise der Schwalbe von Afrika nach Europa und wieder zurück, von Brut und ihrem Verhalten, aber auch von der Rolle, die sie in unserer Kultur, in der Literatur wie in der Popkultur einnimmt. Dieses Buch lüftet die verborgenen Geheimnisse eines ikonischen Vogels, der direkt vor unserer Haustür lebt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2021

Rezensent Kai Spanke lernt die Höchstleistungen der Schwalbe kennen mit dem Buch des Naturforschers Stephen Moss. Um die ganze Welt folgt der Autor dem wendigen Vogel, beobachtet seinen Alltag durch die Jahreszeiten, weiß laut Spanke Biologisches wie Kulturhistorisches zu berichten und streut eigene Erlebnisse ein, vor allem aber seine Liebe für das bedrohte Tier. Dass manche Schwalbenfamilien über Generationen dasselbe Nest benutzen, dass die Jungen Tausende Insekten täglich verschlingen, erfährt Spanke sozusagen mit vor Staunen offenem Mund. Leider orientiert sich der Autor vor allem an angelsächsischer Forschungsliteratur und lässt Koryphäen wie Johann Friedrich Naumann nicht zu Wort kommen, bedauert der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 28.04.2021

Rezensentin Anne Kohlick vermisst erzählerische Verve im Buch des Schwalben-Kenners Stephen Moss. Die anfangs eingenommene Schwalben-Perspektive hält sie für eine gute Idee, umso bedauerlicher findet sie, dass der Autor diese bald verlässt und etwas ermüdend kulturhistorisch fortfährt und aus Fachliteratur zitiert. Den persönlichen Schwalben-Beobachtungen des Ornithologen folgt Kohlick indessen gern. Der durch die historischen Abbildungen ausgelöste altmodische Charme des Buches in allen Ehren, meint Kohlick, aber etwas mitreißender hätte der Autor seine Bewunderung für die Langstreckenflieger gern mitteilen dürfen.
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