Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Anke Caroline Burger. Sie lernen sich im ersten Jahr an der prestigeträchtigen Edwards University kennen. Die allseits beliebte Phoebe erzählt niemandem, dass sie sich die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt. Will fügt sich als mittelloser Stipendiat nur schwer an der elitären Hochschule ein und verschweigt, aus welch einfachen Verhältnissen er stammt. Sicher fühlt er sich nur in seiner Liebe zu Phoebe. Von Trauer und Schuldgefühlen getrieben, gerät Phoebe in den Bann einer christlichen Sekte, an deren Spitze der ebenso charismatische wie rätselhafte John Leal steht. Will erkennt in ihm von Anfang an einen Scharlatan, muss aber hilflos mitansehen, wie sich Phoebe immer weiter radikalisiert - bis hin zu einem Terrorakt, bei dem niemand unschuldig bleibt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.09.2019

Rezensentin Angela Schader weist hin auf die zarten Motive in R. O. Kwons Debütroman. Nicht so sehr wegen der großen Themen und dramatischen Spitzen scheint ihr das Buch lesenswert, sondern wegen der Feinheiten, in denen sich die literarische Qualität der Debütantin erweist. Die Geschichte um eine junge orientierungslose Südkoreanerin, die auf einem Elite-College in den USA in die Fänge eines fanatischen Predigers gerät, überzeugt Schader, da die Autorin die Handlung nicht plakativ ausreizt, sondern subtil und vielschichtig entwickelt und Charaktere vage hält, aber mit weitgehend zupackender Diktion.