Acht CDs mit einer Laufzeit von 474 Minuten. Ungekürzte Lesung mit Alexander Fehling. Februar 1944 bis Januar 1945: Primo Levi beschreibt das Jahr, das er in Auschwitz verbracht hat. Es ist eines der eindrücklichsten Zeugnisse des Holocaust. Durch Levis kühlen Blick des Naturwissenschaftlers auf das Vernichtungslager tritt der alltägliche Horror umso deutlicher hervor. Er schildert, wie der Kampf um das Überleben zum einzigen Ziel eines jeden Tages wurde und wie jeder Einzelne immer wieder auf dieselben Fragen zurückgeworfen wurde: Was macht einen Menschen eigentlich zu einem Menschen und ist es überhaupt möglich, in einer solch todbringenden Umgebung das Menschliche nicht zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2020
Tief erschüttert lauscht Rezensent Wolfgang Schneider Alexander Fehlings Lesung von Primo Levis Aufzeichnungen über Auschwitz von 1947. Dem Überlebenskampf im Lager, von Levi laut Schneider in einer Mischung aus Sachlichkeit und "emphatischer Zeugenschaft" eindringlich und genau beschrieben, fügt Fehling mit seiner Stimme eine berührende "fahle Melancholie" hinzu, ohne aufgesetzt zu wirken, vor allem aber lässt er den Ich-Erzähler als Mensch erscheinen, findet der Rezensent. Die literarischen Qualitäten des Textes, Lakonie, Komik, Psychologie, bringt der Sprecher gekonnt zur Geltung, meint Schneider.
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