Zum 100. Geburtstag (21. Januar 2001) erscheint die erste Biografie von Eduard Spörri (1901-1995), der zu den bedeutenden figurativen Bildhauern der Schweiz im 20. Jahrhundert zählt. Pirmin Meier gibt mit historischen und volkskundlichen Glanzlichtern das geistige Portrait einer originellen, lebensvollen Persönlichkeit. Spörri gehörte zu den letzten Schweizer Künstlern mit einem Bildungsgang wie zwei Generationen vor ihm Gottfried Keller. Die Lebensgeschichte dieses Altmeisters der deutschweizerischen Kulturszene wird zum Panorama der ländlichen Schweiz in der erste Jahrhunderthälfte.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2001
In den Fängen einer pedantischen "Narrationsmaschine" fühlt sich die Rezensentin Sibylle Omlin offensichtlich, wenn sie die von Pirmin Meier verfasste Biografie des Schweizer Bildhauers Eduard Spöri aufschlägt. Die vage Hoffnung, etwas über die "kunsthistorische Problematik" oder gar die "künstlerische Tragik im Leben Spöris" zu erfahren, zerschlägt sich, wie die Rezensentin meint, erwartungsgemäß allein schon durch Wahl des Biografen, der keineswegs über ein fundiertes kunstgeschichtliches Hintergrundswissen verfüge. Somit entstehe jenseits interessanter Information ein "Sammelsurium von breitgewalzten Anekdoten". Jede noch so kleine bedeutungsträchtige Begegnung Spöris werde detailliert geschildert und ein eigentlich "unspektakuläres Leben" mit "übermäßigen Bedeutung" überfrachtet: "Das Resultat wird wohl all jenen gefallen, die mehr Freude an Geschichten als an Analysen haben." Der Rezensentin liegt auf jeden Fall mehr Letzteres, was zumindest nach Lektüre dieses am Ende eher versöhnlich ausklingenden Verrisses feststeht.
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