Aus dem Niederländischen von Marie-Luise Flammersfeld. Piet de Moors Essay berührt die Schlüsselpunkte in den einzelnen Werken dieses immensen literarischen Kosmos Kadares. Behutsam umkreist er die biografisch und literarisch wichtigen Themen des Autors und seiner verschiedenen Romane und Erzählungen, die einerseits in europäischer aber auch in kleinasiatischer Geistesgeschichte wurzeln, und öffnet sie für das Verständnis der Leser.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.12.2006
Nicht gerade apologetisch, aber doch "wohlwollend" sei die Perspektive Piet de Moors, meint Rezensent Franz Haas. Es gäbe schließlich Stimmen, die Ismail Kadares spätere Selbststilisierung als Regimekritiker für "unerträglich" hielten. Der Rezensent hält sowohl die kritische als auch die verständnisvolle Einschätzung für jeweils berechtigt. Piet de Moor wiederum interpretiere Kadares Romane als "Maskenbälle" mit dem Ziel, das Regime auszutricksen. Uneingeschränkt zustimmen kann der Rezensent, wenn de Moor auf die literarische Qualität des Werks verweist. Der Grund für Kadares Überlebenskunst in der Diktatur ist auch seinem künstlerischen Rang als Aushängeschild Albaniens geschuldet gewesen, nicht allein seinem schlauen Paktieren. Schon sein Roman "Der große Winter" von 1973 hätte Kadare nämlich das Genick brechen können.
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