Philippe Van Parijs, Yannick Vanderborght

Ein Grundeinkommen für alle?

Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags
Cover: Ein Grundeinkommen für alle?
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783593378893
Kartoniert, 167 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Michael Tillmann. Wer über die Zukunft des Sozialstaates nachdenkt, kommt an der Idee eines allgemeinen Grundeinkommens nicht vorbei. Danach würde jeder Bürger und jede Bürgerin, vom Arbeitslosen bis zur Topmanagerin, regelmäßig einen festen Betrag erhalten, der durch andere Einkommensarten aufgestockt werden kann. Heiß umstritten, aber keineswegs neu ist dieser Gedanke. Yannick Vanderborght und Philippe Van Parijs schildern die wichtigsten historischen Stationen der Idee sowie Versuche ihrer Umsetzung in verschiedenen Ländern. Sie diskutieren unterschiedliche Modelle zu Zahlungsweise, Höhe und Finanzierung eines Grundeinkommens und bieten einen Überblick über die Interessen sozialer Gruppen und politischer Parteien. In seinem Nachwort geht Claus Offe auf die spezielle Situation in Deutschland ein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2006

Aufschlussreich findet Sascha Tamm diesen Band zur Idee eines staatlichen Grundeinkommens für alle Bürger, den Yannick Vanderborght und Philippe Van Parijs vorgelegt haben. Sowohl der Überblick über historische Wurzeln und Entwicklung dieser Idee als auch die Darstellung aktueller Debatten darüber erscheinen ihm überzeugend. Er attestiert den Autoren, beide Anhänger eines bedingungslosen Grundeinkommens, die einzelnen Konzepte kritisch zu prüfen und Probleme nicht einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Allerdings kann Tamm gerade im Blick auf die Forderung eines Grundeinkommens, das ohne Bedürfnisprüfung und ohne Gegenleistung gezahlt werden soll, ein gewisses moralisches Unbehagen nicht verbergen. Als grundsätzlicher Gegner eines Grundeinkommens gibt er sich freilich nicht zu erkennen. Er moniert allerdings, dass die Autoren, und insbesondere Claus Offe, im Nachwort bisweilen "einfache ökonomische Zusammenhänge" aus dem Blick verlieren.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.01.2006

Informativ und undogmatisch sei diese Darstellung zum Begriff des Grundeinkommens, lobt Rezensent Martin Hartmann. Informativ, weil die Autoren die Idee eines Grundeinkommens in seiner geschichtlichen Entwicklung skizzierten und sie von anderen Vorstellungen wie Bürgergeld oder Mindesteinkommen abgrenzten. Auch würden die verschiedenen Finanzierungsmodelle thematisiert. Undogmatisch insofern, erläutert der Rezensent, als die "gerechtigkeitstheoretischen Überlegungen", die Van Parijs in anderen Publikationen vorgenommen hat, hier zurückgestellt werden zugunsten einer knappen Pro und Contra-Übersicht. Aus Sicht des Rezensenten sei mit dem Grundeinkommen zwar noch nicht ein würdevolles Leben "in allen Nuancen" gewährleistet, aber zumindest seien die "Voraussetzungen" geschaffen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.01.2006

Informativ und undogmatisch sei diese Darstellung zum Begriff des Grundeinkommens, lobt Rezensent Martin Hartmann. Informativ, weil die Autoren die Idee eines Grundeinkommens in seiner geschichtlichen Entwicklung skizzierten und sie von anderen Vorstellungen wie Bürgergeld oder Mindesteinkommen abgrenzten. Auch würden die verschiedenen Finanzierungsmodelle thematisiert. Undogmatisch insofern, erläutert der Rezensent, als die "gerechtigkeitstheoretischen Überlegungen", die Van Parijs in anderen Publikationen vorgenommen hat, hier zurückgestellt werden zugunsten einer knappen Pro und Contra-Übersicht. Aus Sicht des Rezensenten sei mit dem Grundeinkommen zwar noch nicht ein würdevolles Leben "in allen Nuancen" gewährleistet, aber zumindest seien die "Voraussetzungen" geschaffen.
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