Im Dezember 2019 blickt die Arbeiterwohlfahrt auf 100 Jahre Geschichte zurück. Als Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege zählt die AWO heute mit rund 330.000 Mitgliedern, über200.000 Angestellten, 65.000 ehrenamtlichen Helfern und 13.000 Einrichtungen zu den wichtigsten Akteuren der Sozialpolitik. Sie engagiert sich im Jugend-, Senioren-, Gesundheits- undPflegebereich sowie für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. In der mit kritischer Sympathie geschriebenen "Geschichte der Arbeiterwohlfahrt" werden Gründung, Entwicklung und zentrale Wegmarken des Verbandes erstmals umfassend dargestellt. Die Autoren zeigen, dass sich in der Geschichte der AWO die vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen Deutschlands spiegeln und dass der Verband selbst Einfluss auf die Ausgestaltung der Wohlfahrts- und Sozialpolitik genommen hat. Dabei werden nicht nur Strukturen und Aktivitäten, sondern auch die Menschen und Orte der AWO-Geschichte in den Blick genommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.01.2020
Claus-Jürgen Göpfert liest den von Philipp Kufferath und Jürgen Mittag besorgten Band über die Geschichte der AWO mit besonderer Spannung angesichts der jüngsten Skandale wegen Misswirtschaft bei der AWO in Frankfurt und Wiesbaden. Wichtig findet er die Erzählung von der Wandlung der von marie Juchacz gegründeten AWO von einer Parteiorganisation zum Konzern und die Erinnerung an frühere Fälle von Missmanagement. Dass neuere Reformen noch nicht überall greifen, daran gemahnen ihn die aktuellen Nachrichten aus Frankfurt. Lesenswert erscheinen Göpfert auch die Kapitel über die AWO im "Dritten Reich".
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