Wie wird Style als Mittel der politischen Intervention eingesetzt? Die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung und afroamerikanische Organisationen wie die Black Panther Party oder die Nation of Islam - aber auch das Blaxploitation-Filmgenre - bedienten sich eines spezifischen Stylings, um darüber politische Identitäten wie Gender, Race und Sexualität zu inszenieren. Mithilfe der Performativitätstheorie und Ansätzen aus den Cultural Studies eröffnet Philipp Dorestal eine neue Perspektive auf die Geschichte der African Americans und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Kulturgeschichte des Politischen.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 10.10.2012
Julian Weber hat diese Untersuchung zum Stilbewusstsein schwarzer Amerikaner mit großem Interesse gelesen. Dabei hat der Rezensent nicht nur gelernt, wie Schwarze in den USA immer wieder dafür zur Rechenschaft gezogen wurden, wenn sie sich nicht unauffällig genug kleideten. Vor allem hat er von Philipp Dorestal sehr einleuchtend erklärt bekommen, dass Glamour ein politisches Konzept ist. "Aufbrezeln setzte der Opferrolle Würde entgegen", weiß Weber jetzt. Um diese These zu untermauern, führte der Autor zahlreiche Interviews mit einstigen Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung, wie Weber anerkennend vermerkt. Klar ist auch, dass der Rezensent nicht mehr die zwischen harter Politik und weicher Kultur gelten lässt, denn "Style ist ein soziales Verhältnis".
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