Mit einem Vorwort von Roland Tichy. "Nur die Vereinigten Staaten von Europa werden es den Europäern ermöglichen, im Wettbewerb mit Asien und Amerika bestehen zu können!" Diese These ist zum zentralen EU-Glaubenssatz ohne Alternative geworden und wird ohne jede Rücksicht auf Kosten oder den Widerstand der Bevölkerung verfolgt. Tatsächlich aber, so zeigen die Autoren Andreas Marquart und Philipp Bagus, gedeihen in riesigen, zentralistisch organisierten Staatsmolochen weder Innovation noch Freiheit, sondern Bevormundung, Korruption und Verschwendung. Freiheit und Wohlstand hingegen zeichnen Klein- und Kleinststaaten aus. Diese sind nicht nur weitaus besser gegen Korruption gefeit, sondern auch - das zeigen historische und gegenwärtige Beispiele - sehr viel friedliebender. Gerade deshalb lohnt sich eine Analyse der gebetsmühlenartigen Behauptung "Groß ist einfach besser", denn vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Europas Zukunft liegt nicht im Brüsseler Zentralismus, sondern in möglichst zahlreichen und vielfältig ausgestalteten Kleinstaaten, die in Frieden und Freiheit miteinander kooperieren und auch konkurrieren.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2017
Rezensent Michael Rasch empfiehlt das Buch der Ökonomen Andreas Marquart und Philipp Bagus als Mutmacher für kleine Staaten aber auch als Darlegung, wieso kleine Staaten stabiler, bürgernäher, bürokratieärmer und damit politisch wettbewerbsfähiger sind. Dass die Autoren im Buch die Perspektive des Individuums einnehmen und die individuelle Freiheit zum Maßstab für Vielfalt und kulturelle wie wirtschaftliche Innovationen machen, gefällt Rasch gut. Die von den Autoren angenommene Bedrohung dieser Errungenschaften durch die EU nimmt er zur Kenntnis.
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