Aus dem Englischen von Susanne Held. Dürer hat einen künstlerischen Kosmos hinterlassen. Was es heißt, die Wirklichkeit in ihrer Fülle und Tiefe anzuschauen, zu erfassen und zu verstehen, leuchtet in seinen Kunstwerken bis heute auf. Hypermodern erschien der berühmteste Künstler Nordeuropas seinen Zeitgenossen; absolut modern ist Albrecht Dürer auch heute noch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2023
Gelegentlich etwas befremdet aber durchweg interessiert liest Rezensent Stefan Trinks Philip Hoares Dürer-Buch, das zwischen sachlichen Informationen und Autobiografischem hin und her pendelt. Dürers Reise in die Niederlande im Jahr 1520 kommt dabei zur Sprache, lernen wir, aber auch dieses und jenes zur Dürerrezeption und zur Heimatstadt des Malers Nürnberg. Und außerdem zu Walen, für die sich der Autor ganz besonders begeistert. Dürer selbst hat wenig zu seiner eigenen Kunst geschrieben, so Trinks, weshalb jede Lesart der Bilder zur Projektion wird; im Falle Hoares insbesondere zur autobiografischen. Der Autor liest viele seiner eigenen Gegenwart entnommenen Erkenntnisse in die Bilder hinein, meint Trinks, und hat außerdem einen Hang zu Allegorien und Metaphern, die in ihrer Permanenz gelegentlich etwas anstrengend sind. Der "breite Bewusstseinsstrom" lädt Trinks letztlich dennoch dazu ein, sich in ihm treiben zu lassen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.06.2023
Albrecht Dürer ist der große alte Meister der Kunstwelt, der Journalist Philip Hoare vielleicht der große Meister der Künstlerbiografie, mutmaßt Rezensent Thorsten Jantschek nach der Lektüre der Biografie des berühmten Nürnberger Künstlers, die einen ganz eigenen Zugang findet, fernab von klassisch kunsthistorischer Abhandlung. In subjektiver, aber, so Jantschek, von großem Wissen geprägter Herangehensweise erklärt der Biograf Dürer zugleich als Genie und als Mensch seiner Zeit, dessen breites Oeuvre, von Selbstbildnissen zu überbordend detailreichen Kupferstichen, dem Kritiker eine neue Welt eröffnet, die sich nicht nur auf die Kunst beschränkt. In dieser anekdotenreichen, launigen Erzählung versinkt der Kritiker gerne und kann das auch den Lesern nur empfehlen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…