Katharina Krause (Hg.)

Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland

Band IV: Spätgotik und Renaissance
Cover: Geschichte der bildenden Kunst in Deutschland
Prestel Verlag, München 2007
ISBN 9783791331218
Gebunden, 640 Seiten, 140,00 EUR

Klappentext

Das Augenmerk richtet sich verstärkt auf die Persönlichkeit, die in Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst gestaltend tätig wird. Im Porträt entdeckt die Kunst die Individualität des Menschen, im Akt seine Körperlichkeit und mittels der Perspektive die Gesetze der räumlichen Erscheinungsweise. Die Epoche um 1500 prägt in Deutschland vor allem ein Künstler: Albrecht Dürer, der durch seine überragenden Fähigkeiten, seine umfassenden Interessen und nicht zuletzt die guten Beziehungen zu Nürnberger Humanisten wie Pirckheimer und Celtis den geistigen Rahmen der spätmittelalterlichen Werkstatt sprengt. Der Fokus dieses Bandes liegt auf der genuinen Entwicklung der Kunst im damaligen Deutschland, die neue Rolle des Künstlers als Persönlichkeit und die von ihm geschaffenen Kunstwerke und deren Funktionen sowohl im sakralen als auch im profanen Bereich.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.05.2008

Christian Freigang nimmt mit Begeisterung zwei Bände der auf 8 Bände angelegten Reihe zur Bildenden Kunst in Deutschland zur Kenntnis. Beide Bände empfehlen sich als den Forschungsstand wiedergebende Überblickswerke, lobt der Rezensent. Herausgeberin Katharina Krause stützt sich in ihrer Kunstgeschichte von Spätmittelalter und Renaissance in Deutschland auf das sich seit dem 15. Jahrhundert entwickelnde "deutsche Nationalbewusstsein", was sie zu der interessanten Modifizierung früheren Verständnisses der Renaissance in Deutschland bringt, wie Freigang fasziniert feststellt. So verstehe Krause die Renaissance nicht mehr vor allem als Ablösungsversuch vom Mittelalter, sondern als ein sich neu entwickelndes National- und Geschichtsbewusstseins, das sich mit den bei Tacitus beschriebenen uralten Germanen identifizierte, so der Rezensent. Ihm gefällt zudem, dass dieser Band Raum findet, neben großen Überblicksdarstellungen auch Einzelwerke und einzelne Künstler zu behandeln und sich dabei nicht nur auf die Hochkunst zu beschränken, sondern auch das mitunter in der Kunstgeschichte stiefmütterlich behandelte Kunsthandwerk angemessen zu berücksichtigen.

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