Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel. Neun Personen aus ganz Amerika erhalten einen Brief ohne Absender: eine Liste mit neun Namen, inklusive dem eigenen. Mehr nicht. Die Empfänger kennen einander nicht, sind sich nie begegnet. Wohnort, Beruf, Alter - nichts scheint sie zu verbinden. So verschieden wie ihre Leben sind ihre Reaktionen. Caroline, Englischprofessorin aus Michigan, fühlt sich an eine Todesliste wie aus einem Krimi erinnert, Arthur, Krankenpfleger aus Massachusetts, hält den Brief für falsch adressierte Werbung, Ethan, Singer-Songwriter aus Texas, wird von der Liste zu einem Song inspiriert. Und dann sterben sie, einer nach dem anderen. Der pensionierte Barbesitzer Frank ertrinkt am Strand einer Kleinstadt in Maine, der Familienvater Matthew wird in Massachusetts beim Joggen erschossen, Arthur stirbt im Schlaf an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Auch der Name von FBI-Agentin Jessica Winslow steht auf der Liste. Zusammen mit Detective Sam Hamilton versucht sie fieberhaft, das geheimnisvolle Muster zu erkennen - und so den perfiden, tödlichen Plan zu durchkreuzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.04.2023
Rezensentin Sylvia Staude empfiehlt Peter Swansons Whodunnit für die Bahnfahrt. Unterhaltung mit Niveau bietet ihr der Autor in Anlehnung an Agatha Christies "And Then There Were None". Swanson lässt seine Story, in der eine Liste mit Todgeweihten kursiert, laut Staude allerdings in den USA von heute spielen, schafft komplexe, zeitgemäße Figuren, eine unheldenhafte FBI-Agentin, eine lyrische Englischdozentin, einen schwulen Pfleger, nur um sie der Reihe nach abzuservieren. Viel Spaß bei der Suche nach Mörder und Motiv, wünscht Staude.
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