Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Mit siebenundzwanzig Jahren ist John Brenner bereits ein trockener Alkoholiker, von seiner Frau geschieden und hat eine vierjährige Tochter, die er seltener sieht, als ihm lieb ist. Eines Nachts wacht er auf dem Fußboden seines Wohnzimmers auf, ohne Erinnerung an die letzten Stunden. Neben ihm liegen eine leere Wodkaflasche, eine Pistole und die Leiche einer Frau, die er noch nie zuvor gesehen hat. Ist er der Mörder, oder hat man ihm die perfekte Falle gestellt? Aber warum sollte ihm jemand einen Mord anhängen? John weiß, dass die Antwort in den Stunden liegt, die er vergessen hat. Als er beginnt nachzuforschen, trifft er im Internet auf einen Mann, der ebenfalls einen Erinnerungsverlust erlitten hat. Und der nachts von jener Frau träumt, die tot in Johns Wohnzimmer lag …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.03.2024
Nein, danke: Kritiker Kai Spanke ist ganz und gar nicht überzeugt von Federico Axats neuem Thriller. Es geht los mit Johnny, einem trockenen Alkoholiker, der in seiner Wohnung neben einer geleerten Wodkaflasche und der Leiche einer ihm unbekannten Frau aufwacht, wie wir erfahren. Zur Klärung dieser Sache fährt Axat nun eine ganze Armada an Figuren auf, die allerdings alle ziemlich holzschnittartig daherkommen und den Rezensenten mit ihrer "Knallerbsensprache", in der Dinge "zutiefst bedauert" werden, nerven. "Felsenfest überzeugt" sind die Figuren im Weitergang der Handlung, dass eine Wunderpille gefährliche Erinnerungen vergessen lässt, was dann sogar noch für Geheimdienste interessant wird, so der Rezensent. Einfach nur überfrachtet, findet Spanke.
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