Aus dem Französischen von Paul Theroux. Fünf Jahre lang hat Jean im Gefängnis gesessen. Nun steht er auf der Straße und weiß nicht wohin. Bis Tati Couderc
sich seiner annimmt. Sie lässt ihn nicht nur in ihr Haus, sondern auch in ihr Bett. Jean, der 28-jährige Sohn aus gutem Hause, der zum Mörder geworden ist, und Tati, die verwitwete Bäuerin von 45 Jahren, werden ein Paar, ein ungleiches Paar - aber es geht ihnen gut miteinander. Viele Worte machen sie nicht und kommen sich doch immer näher. Und so könnte es ewig bleiben - wären da nicht die anderen: Tatis Familie, die ihr nichts gönnt, weder das Dach über dem Kopf noch den jungen Mann, und die schöne Félicie, blutjung, unverfroren und gierig. Und so zieht das Misstrauen ein in diese Beziehung, und es kommt zur unausweichlichen Tragödie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2018
Genau weiß Alex Rühle nicht mehr, wie er erfahren hat, dass Georges Simon nicht mehr bei Diogenes erscheint, sondern im neu gegründeten Kampa Verlag. Aber jetzt ist er Feuer und Flamme für das Großprojekt, nicht nur die 75 Maigret-Romane in neuer Übersetzung herauszubringen, sondern auch die Harten Romane, die romans durs. "Souveräne Sorgfalt" bescheinigt er der Edition, und von Simenons "soziologischer Klarsichtigkeit" kann er eh nur schwärmen: In dem 1942 erschienenen Roman "Witwe Couderc" etwa, der getränkt sei von "Missgunst, Angst und quälendem Fatalismus", sieht er gar eine meisterhafte Parabel auf ein besetztes Land. Eigentlich glaubt Rühle nach Lektüre der romans durs sogar Andre Gide widerlegt, der von Simenon immer wahre große Romane forderte: "Es hat sie immer gegeben", meint Rühle. Nur zur Übersetzung sagt der Kritiker leider nichts.
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