Peter Strassers Essay ist eine Einführung in die abendländische Philosophiegeschichte und zugleich ein streitbares Plädoyer für das spekulative Denken als notwendiges Medium von Erkenntnis.
Franz Schuh denkt in seiner Rezension zunächst über den Zusammenhang von Tod und Macht nach und stellt die Frage, was eine mögliche Unsterblichkeit des Menschen für die Machtverhältnisse bedeuten könnte. Am vorliegenden Buch scheint ihm gut zu gefallen, dass Strasser verschiedene Lehren und ihre Gegenteile vorstellt, etwas den `Titanismus der Modernisten`, der den perfekten Menschen - dank neuer technischer Möglichkeiten - anstrebt. Dagegen stehen die Antimodernisten, die diese Möglichkeiten ablehnen. Anhand den von Strasser vorgestellten Gegensatzpaaren vom Naturalismus und Konstruktivismus versuche der Autor, "den Sinn (für solche Überlegungen zu) schärfen", was dem Rezensenten offenbar sehr gut gefällt. Dies betrifft auch Strassers Beschäftigung mit der Logik religiöser Fragen und möglicher Antworten, denen er auch anhand von Ausführungen Pascals nachspürt.
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