In der Erkenntnistheorie geht es gewöhnlich darum, die allgemeine Struktur, die Quellen und den Umfang unserer Rechtfertigung zu legitimieren. Gibt es Fundamente unserer Rechtfertigung oder erzielen wir sie durch die Bildung. In der neueren analytischen Erkenntnistheorie wird die Idee der epistemischen Autonomie und der mit ihr verbundene Begriffsrahmen seit einer Reihe von Jahren lebhaft und kontrovers diskutiert. Der vorliegende Sammelband möchte dem deutschen Publikum die philosophischen Herausforderungen der traditionellen Erkenntnistheorie näher bringen. Autoren: Thomas Bartelborth, Peter Baumann, Sven Bernecker, Elke Brendel, Fred Dretske, Thomas Grundmann, Frank Hofmann, Dirk Koppelberg, Hilary Kornblith, Catrin Misselhorn, Richard Schantz, Christiane Schildknecht, Oliver Scholz, Wolfgang Spohn, Karsten Stüber, Marcus Willaschek, Michael Williams.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.07.2001
Dieser Sammelband soll auf eine Entwicklung hinweisen, die an der deutschen Diskussion bisher im wesentlichen vorbeigegangen ist, eine "erkenntnistheoretische Renaissance" nämlich. Die vertretenen Positionen in den Aufsätzen dieses Bandes reichen vom radikalen Internalismus, der die Rechtfertigung von Meinungen ganz im Subjekt gelegen sieht, zum Externalismus, der an die Möglichkeit objektiver Rechtfertigung glaubt. Am spannendsten aber, so die Rezensentin Manuela Lenzen, ist der letzte Teil, der die hergebrachten Theorien aus eher naturalistischer Perspektive in Frage stellt. Hier lernt man vor allem, dass es darauf ankomme, "auf realistische Art kritisch" zu sein.
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