Peter Pilz

Mit Gott gegen alle

Amerikas Kampf um die Weltherrschaft
Cover: Mit Gott gegen alle
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart - München 2003
ISBN 9783421057587
Gebunden, 287 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

An der Spitze der USA steht seit 2001 ein Präsident, der gemeinsam mit seinen Ministern, Militärs und Geheimdiensten die Welt beherrschen will. Die einzig verbliebene Weltmacht verfolgt das Ziel imperialer Machtausweitung. Der bevorstehende Krieg gegen den Irak dient nicht allein dem Kampf gegen das Böse, sondern vorrangig dem eigenen Weltherrschaftsanspruch. Peter Pilz, Mitglied der sicherheitspolitischen Ausschüsse des österreichischen Parlaments und des Nationalen Sicherheitsrats, klagt die Supermacht an. Er beschreibt die Planung der Kriege, die militärische Strategie der neuen Waffen, den Kampf gegen den inneren Feind und das System aus Satelliten und Statthaltern. Sein Fazit: "Die Welt kann sich die USA nicht mehr leisten - die Zeit ist reif für eine Alternative.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2003

Gregor Schöllgen kann dem plumpen Antiamerikanismus in diesem Buch nichts abgewinnen. Die "Verschwörungstheorie" des österreichischen Grünen-Politikers Peter Pilz, wonach Bush, angetrieben von der amerikanischen Erdölindustrie, für ein amerikanisches Weltreich Kriege führt, findet er indiskutabel. Zwei Dinge findet er allerdings bemerkenswert: zum einen sei Pilz nicht einfach nur Buchautor, sondern auch Parlamentarier und Mitglied des österreichischen Sicherheitsrates - es handelt sich hier also um eine "offiziöse Auslassung", wie Schöllgen kopfschüttelnd anmerkt. Zum anderen verlange Pilz, dass die Bundesrepublik als Vorreiter in Europa sich als erstes Land von den USA löst. Schöllgen ist zwar auch der Auffassung, dass Deutschland künftig auf gleicher Augenhöhe mit den USA verhandeln müsse, doch "polternde Aufforderungen aus der Kulisse, einen Schlussstrich unter das deutsch-amerikanische Verhältnis zu ziehen, braucht Deutschland dabei nicht", bürstet er den Österreicher ab.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.04.2003

Franziska Augstein hat zwei aktuelle Bücher zum Irak-Krieges mit "Gewinn" gelesen. An dem Buch "Mit Gott gegen alle" von Peter Pilz, der die Hintergründe der gegenwärtigen Politik der USA untersucht, hat sie zwar auszusetzen, dass es auf eine allzu "banale" These hinauslaufe. Die Argumentation, Amerika wolle nichts anderes als die "Weltherrschaft" ist der Rezensentin einfach zu platt, und sie hält es für möglich, dass sie vor allem vom Verlagsmarketing motiviert ist. Doch davon abgesehen lobt sie den Autor, der Gründungsmitglied der österreichischen Grünen und Spezialist für Außen- und Sicherheitspolitik ist, für seine "eloquente" Darstellung. Besonders lobenswert findet Augstein, dass der Autor seine Quellen genau angibt. Das Buch mache sehr deutlich, dass die jüngsten Entwicklungen in der amerikanischen Außenpolitik nicht allein auf den 11. September zurückzuführen ist, sondern sich schon vorher angekündigt haben, so die Rezensentin zustimmend.
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