Durucz beschäftigt sich mit der Veränderung der ungarisch-deutschen Interessengemeinschaft hin zu einer einseitigen Bündnispolitik der NS-Regierung. Dabei widmet er sich der letzten Phase (1942-1945) dieser Entwicklung. Das Werk zeichnet den Weg Ungarns von seinem Plan, wieder zur regionalen Hegemonialmacht aufzusteigen, über die wirtschaftliche Ausbeutung durch Deutschland und den Verlust der Souveränität bis zum Untergang nach. Letzterer wird durch die Darstellung des Handlungsspielraumes von Regierung, Kirche und Besatzungskräften vor dem Hintergrund der Deportation der ungarischen Juden erläutert. Durucz erschließt unter Berücksichtigung sowohl deutscher als auch ungarischer Quellen neue Zusammenhänge in den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen der beiden Länder. Es gelingt, die innerungarischen Vorgänge und auch die jeweiligen Strategien, die beide Staaten in Bezug auf die Gegenseite verfolgten, deutlich herauszuarbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2007
Rainer F. Schmidt begrüßt Peter Durucz' Untersuchung der Beziehungen zwischen Hitlers Deutschland und Horthys Ungarn von 1942 bis 1945. Er bescheinigt dem Autor, mit seiner Arbeit eine Forschungslücke geschlossen zu haben. Eingehend führt Durucz für ihn vor Augen, wie aus dem ehemaligen Verbündeten Ungarn ein Okkupation- und Ausbeutungsobjekt wurde, aus dem die Deutschen herauspressten, was nur ging. Lobend hebt Schmidt die akribischen Recherchen in deutschen und ungarischen Archiven sowie die genaue Darstellung hervor, während er den Stil des Autors als "ungelenk" kritisiert.
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