Der Industrielle Heinrich Moser wird tot in seiner Villa aufgefunden. Die Schmauchspuren an seiner Hand lassen vermuten, dass er sich mit seiner Armeepistole erschossen hat. Doch Untersuchungsrichter Hanspeter Freuler, der nach Jahrzehnten im Ausland in seine alte Heimat, den Bergkanton Glarus, zurückgekehrt ist, zweifelt an einem Selbstmord. Auf der Suche nach einem Motiv für die Tat begegnet er Mosers spielsüchtigem Sohn und der ehrgeizigen Tochter, Chefin des väterlichen Firmenimperiums. Dabei entdeckt Freuler Ähnlichkeiten zwischen seiner eigenen Lebensgeschichte und der von Moser, der auch erst vor kurzem in die bergige Gegend gezogen war. Freuler begibt sich auf eine Fährte, die ihn in den Abgrund zu ziehen droht . Ein angeblich verschwundenes Notizbuch aus dem Besitz des Toten regt die Fantasie aller Personen an, die als Täter in Frage kommen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2005
Ein weiterer Roman aus der neuen Krimireihe des Nymphenburger Verlages, die unter dem Titel "Die dunklen Seiten" angelaufen ist. Anders als seine Kollegin Gundermann geht der Schweizer Perikles Monioudis konventionell zur Sache, berichtet Hans-Dieter Seidel halbwegs überzeugt. Ein Industrieller wird tot in seiner Villa aufgefunden, der ermittelnde Polizeibeamte wird mehr und mehr mit seiner Vergangenheit konfrontiert: ein klassisches, eher abgegriffenes Muster zwar, dem Monioudis aber interessante Seiten abzugewinnen versteht, bekräftigt Seidel seinen positiven Eindruck. Der Autor interessiere sich nämlich für seine Figuren und auch für den Ort des Geschehens, die Schweiz, die ihr "eidgenössisches Fluidum" verströme, so eigenwillig wie auch die Charaktere des Romans, allen voran der "Verhörrichter" Freuler, der Hans-Dieter Seidel besonders gefallen hat.
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