Als Sara aus der Stadt in eine dörfliche Umgebung flieht, um wieder zu sich zu finden, lernt sie den geheimnisvollen Zadok kennen. Während Zadok sie umschmeichelt und allmählich in seinen Bann zu ziehen versteht, erzählt er ihr die Geschichte von Luca und ihrem Bruder Raphael, die er einst bei sich aufgenommen hatte. Luca erscheint in seinen Erzählungen als engelsgleiches Wesen, das keinem Menschen gleichgültig sein konnte. Zadok hatte sich in die junge Frau verliebt, doch nun ist sie verschwunden. Sara, die ihr äußerlich ähnlich zu sein scheint, gerät unter dem immer stärker werdenden Einfluss Zadoks in ein Verwirrspiel aus Leidenschaft, Suggestion und dunklen Ahnungen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2005
"Teufelsbrut" gehört in eine neue Krimireihe mit dem Titel "Die dunklen Seiten", informiert Hans-Dieter Seidel. Das Konzept der Reihe hört sich vielversprechend an, meint Seidel - aber mehr in der Theorie als in der Praxis. In der Theorie sollen vor allem Autoren an das Genre Kriminalroman herangeführt oder gebunden werden, die damit bislang nichts zu tun hatten. Das klingt, als traue man dem Genre literarisch doch nicht so richtig über den Weg und wolle ihm höhere Weihen verleihen, spekuliert der Rezensent. Und praktisch hat sich Seidel von Bettina Gundermanns Ausflug ins Krimigenre auch nicht richtig überzeugen lassen. Gundermanns Figuren sind reine Archetypen, die in ein Mysterium von Schuld und Leidenschaft verstrickt sind, das Seidel jedoch völlig kalt gelassen hat, weil die Autorin keinerlei Anteilnahme für ihre Figuren zu wecken verstehe. Aber auch alles andere, ob Stadt oder Dorf, bleibe völlig konturenlos, klagt Seidel, der darüberhinaus grammatikalische Fehler und einen Hang zum falschen Akkusativ beklagt. Reichlich "verschmockt" sagt er, und was immer das genau sein soll, man ahnt es schon.
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