Dieses Buch geht Veränderungen nach, Veränderungen in unserer Art, auf Andere zu blicken, über den Gartenzaun hinweg, auf Menschen mit seltsamen Sprachen und noch seltsameren Sitten. Warum sind sie uns in vielem zwar ähnlich, aber doch so verschieden von uns, dass wir uns beunruhigt, ja möglicherweise geängstigt und bedroht fühlen? Die Autoren beschreiben die Grundlagen und die Möglichkeiten der Ethnologie und zeigen, wie der Blick auf andere Kulturen das eigene Leben bereichern kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.06.2002
Rezensent Erhard Schüttpelz zeigt sich recht angetan von Paul Bohannans und Dirk van der Elsts Einführung in den Kulturbegriff. Nach Ansicht der Autoren brauchen Menschen Kultur, um sich ihrer natürlichen und fremden Umwelt anpassen zu können, berichtet Schüttpelz. Dabei bilden sich Gewohnheiten und Einschränkungen aus, die sich bei Umweltveränderungen als Rigidität, Gewalt und Ethnozentrismus äußern, so dass sich Kultur dann gegen ihre Träger wenden und sie unter Umständen zugrunde richten kann, erklärt weiter der Rezensent. Erst der Vergleich mit fremden Kulturen ermögliche einen Blick für die "Einschränkungen, denen man unterliegt und deren Kontingenz man mit Menschlichkeit überhaupt zu identifizieren gewohnt ist". Entsprechend dieser Einsicht richten die Autoren ihre Feldforschungen laut Rezensent gleichermaßen auf die Riten westafrikanischer Tiv und auf die Folgen amerikanischer Ehescheidungen. Sie kommen so zu der für Schüttpelz "unbequemen Erkenntnis" der diversen provinziellen "Unmenschlichkeiten" jeder Kultur, "deren Illusionen partiell vergehen, wenn man gezwungen wird, sich einer fremden Kultur anzuvertrauen oder die selbstzerstörerische Gewalt der eigenen Kultur zu erfahren".
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