Stephen Schoen

Die Nähe zum Tod macht großzügig

Ein Therapeut als Helfer im Hospiz
Cover: Die Nähe zum Tod macht großzügig
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2006
ISBN 9783779500537
Kartoniert, 99 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ludger Firneburg. Herausgegeben und mit einem Geleitwort von Anke und Erhard Doubrawa. David, 76 Jahre, Psychotherapeut, hadert mit dem Altwerden: Er bemerkt seine zunehmende Vergesslichkeit. Er entscheidet sich, als ehrenamtlicher Helfer in einem Zen-Hospiz mitzuarbeiten, um sich mit den Themen Vergänglichkeit und Tod auseinander zu setzen. Hier lernt er, auf welch unterschiedliche Weisen Menschen dem Tod nahe sind. Manche stellen sich dem Tod in Ruhe und Bewusstheit, andere lenken sich ab durch Fernsehen, Gesellschaftsspiele, scheinbare belanglose Gespräche. Letzteren begegnet er zunächst mit Verachtung. Doch im Laufe der Zeit erfährt er, dass die Nähe zum Tod großzügig macht: die Sterbenden, die Begleiter und nicht zuletzt auch ihn selbst. Großzügig den anderen und auch sich selbst gegenüber. Davon und aus seinem persönlichen familiären und beruflichen Leben berichtet David in kleinen Episoden aus dem Hospiz.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2006

Ob Eberhard Rathgeb glücklich ist mit diesem Buch, ist schwer zu sagen. Bemüht, die Textart festzustellen, spricht Rathgeb von einem Bericht, "einer Sammlung von Skizzen" über die Angst vorm Sterben, die, das findet Rathgeb angenehm, privat gehalten ist und Klischees umschifft. Nicht so angenehm erscheint ihm die Eitelkeit, die das Private "streckenweise" begleitet. Und auch auf manche nichtssagende Einzelheit hätte Rathgeb gerne verzichtet. So scheint ihm das Buch des Therapeuten Stephen Schoen dem Therapeuten (als einer Figur des Buches) selbst zwar zur Hilfe zu gereichen. Wem sonst, lässt sich nicht sagen.
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