Gerhard Fink hat Ovids "Buch der Verwandlungen" in moderne, gut lesbare Prosa neu übertragen. Es gelingt ihm, dem lateinischen Text exakt zu folgen, aber auch die zahlreichen sprachlichen Nuancen, das Poetische wie das Witzig-Frivole, im Deutschen wiederzugeben. Die unsterblichen Geschichten von Helden, Drachen, Seeungeheuern, Blitze schleudernden Göttern und zärtlichen Nymphen lesen sich wie ein spannendes Who's who der antiken Mythologie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.04.2004
Prinzipiell misstrauisch ist unser Rezensent Andreas Dorschel gegenüber "Aktualisierungen" antiker Texte, die mit zeitgemäßen Übersetzungen deren Modernität hervorheben wollen. Gerhard Finks Prosaübersetzung, die zeigen möchte, "wie 'ungeheuer modern' Ovid" sei - und nun Erich Röschs Hexameterübertragung in der Sammlung Tusculum ersetzt - findet Dorschel allerdings besser als die zwanzig Jahre alte Prosaübertragung Michael von Albrechts. Doch sein Lob bleibt eingeschränkt. Finks Neuübersetzung der "Metamorphosen" habe zwar "mit der von ihm prononciert ins Feld geführten Modernität Ovids wirklich etwas" getroffen, meint unser Rezensent. Aber die Art und Weise wie "der Lehrer Fink" den Stoff des römischen Dichters schmackhaft zu machen versucht, schmäht Dorschel als "Anbiederei": mit "Sex im Heiligtum", "Kritik am System" und "erinnert ... an eine Meldung aus dem Vietnamkrieg" sollte seiner Ansicht nach Ovid "nicht so vordergründig zu bewerben" sein. Und weil in einer Prosaübersetzung Ovids "Wunder metrischer Form" verloren gehen, wirke Finks Übertragung für Dorschel wie "eine bloße Inhaltsangabe gigantischer Ausdehnung".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…