Herausgegeben und übersetzt von Gerhard Fink. Seinem Gönner Maecenas, dem Namengeber des Mäzenatentums, widmet Horaz sein Oden-Buch. Während die Epoden vom Groll gegen den Bürgerkrieg geprägt sind, klingt in den Oden bei allem ethischen Ernst auch Privates an, spielerisch vorgetragen. Gerhard Finks Prosaübertragung steht der Satiren- und Briefe-Ausgabe Gerd Herrmanns zur Seite und macht den ganzen Horaz wieder zugänglich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2003
Von der Notwendigkeit einer neuen Übersetzung des Horazschen Oden- und Epodenwerks war der Rezensent (Kürzel "hak.") vor der Lektüre dieses Bandes wohl nicht ganz überzeugt. Hinterher nun ist er es, denn die neuen Übertragungen durch Gerhard Fink erscheinen ihm dem römischen Klassiker angemessen wie keine zuvor. Das herausragende Kennzeichen des augusteischen Autors ist seine für die Lyrik sehr ungewöhnliche Klarheit und Knappheit im Ausdruck - und gerade diese "Schnörkellosigkeit" verstehe Fink trefflich ins Deutsche zu bringen. Erwähnung findet auch der mit 200 Seiten sehr umfangreiche Anhang, der Informatives zu Biografie und Wirkungsgeschichte, dazu einen ausführlichen Stellenkommentar zu bieten hat.
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