Herausgegeben von Susanne Preußler-Bitsch und Regine Stigloher. Illustrationen von Michael Kimmerle und Francis Koenig. "Die kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz" und "Krabat" - die Bücher des Geschichtenerzählers Otfried Preußler sind in den Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu Hause. Hier erzählt Preußler nun für seine erwachsenen Leser: von seiner Kindheit in Böhmen, von seiner Großmutter Dora, von seinen literarischen Vorbildern, vom Glück, Krieg und Gefangenschaft überlebt zu haben, von seinem Werdegang als Schriftsteller, von der Entstehung seiner wichtigsten Werke, von der besonderen Verantwortung, für Kinder zu schreiben - und zum Schluss macht er sich Gedanken über das Älterwerden und das Alter. Dieses Buch ist keine Biografie und enthält doch viel Autobiografisches, denn die Figuren in Preußlers Büchern sind eng mit der Person verbunden, die sie geschrieben hat. In 38 Texten aus den Jahren 1972 bis 2009, die seine Töchter Susanne Preußler-Bitsch und Regine Stigloher zusammengestellt haben, gewährt Preußler Einblick in sein Leben und seine Werke, seine persönlichen Überzeugungen und seine Weltanschauung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2010
Aus den Archiven des Autors haben die Töchter Otfried Preußlers diese Sammlung von Texten zusammengestellt, in denen der Kinderbuch-Auflagenmillionär von seinem Handwerk, von seiner Herkunft aus Nordböhmen, von seinen Eltern, von seinen Anfängen als Lehrer erzählt. Nicht alles, aber vieles davon war zuvor unveröffentlicht und lehrreich ist es, wie der Rezensent Tilmann Spreckelsen versichert, in jedem Fall. Anderes freilich kommt ausdrücklich nicht vor: Seine Jahre unter den Nazis, in der Wehrmacht, im sowjetischen Lager, aus dem er erst 1949 nach Deutschland zurückkehren konnte. Manches in seinen Büchern, insbesondere in "Krabat", könne man möglicherweise, so Spreckelsen, als verschlüsselte Selbstaussage zu diesen Themen begreifen. Man müsse allerdings nicht - und alles, was in Preußlers hier versammelten autobiografischen Texten explizit nachzulesen ist, sei davon ganz abgesehen die Lektüre allemal wert.
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