Oscar Peer publiziert sowohl deutsch wie romanisch. Die vorliegenden sieben Geschichten sind über einen längeren Zeitraum entstanden und werden erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel "Die Unschuldigen" publiziert. Auch wenn die Variationen - wie er sie nennt - vordergründig nichts miteinander zu tun haben, gibt es eine Klammer. Die kleinen Begebenheiten und Begegnungen zeigen alle, dass es auch so etwas wie ein Schicksal gibt, das man nicht beeinflussen kann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2012
Angerührt zeigt sich Rezensent Roman Bucheli von Oscar Peers Erzählband "Die Unschuldigen". Der Autor erzählt in sieben Variationen von Menschen - Lehrern und Rechtsanwälte, Angestellte und Arbeitern -, die sich in ihr Schicksal, in den Lauf der Dinge fügen, sich widerstandslos ergeben, ohne aufzubegehren. Er schätzt die ruhige, feine Figurenzeichnung und die auf das Wesentliche konzentrierte Handlung, die auf dramatische Effekte verzichtet, aber das Atmosphärische um so stärker hervortreten lässt. Die unprätenziös erzählten Geschichten entwickeln nach Ansicht Buchelis eine mitunter beklemmende Intensität. Und: sie fassen das "Zittern des Daseins" für ihn "ganz unspektakulär ins Bild".
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