Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2015
Martina Läubli ist ganz hingerissen von Angelika Overaths Gedichten, in denen die in Sent lebende Autorin das rätoromanische Idiom des Unterengadins, das Vallader, erkundet. Eigentlich sind es Liebeserklärungen, meint Läubli, und dabei von "lustvoller Leichtigkeit". Sehr schön nachvollziehbar findet sie, wie Overath im lautlich expressiven Vallader Leben und Poesie zu Klingen bringt. Die Sprache rausche wie ein Fluss, meint die Rezensentin ("sulvadi, s-chümant, sbarlaffà, ferm") und verheiße doch viel dichterische Freiheit. Kleine Kostprobe: "In üna / lingua estra / tout es da stà - In einer / fremden Sprache / ist immer Sommer."
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