Oren Lavie

Der Bär, der nicht da war

(Ab 4 Jahre)
Cover: Der Bär, der nicht da war
Antje Kunstmann Verlag, München 2014
ISBN 9783888979705
Gebunden, 48 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Harry Rowohlt. Mit Illustrationen von Wolf Erlbruch. Da ist er, der Bär, der gerade noch nicht da war, und zieht aus seiner Tasche einen Zettel, auf dem steht: "Bist du ich?" Gute Frage, denkt er sich, finden wir es heraus! Sofort macht er sich auf und wandert in den wundersamen Wald. Dort trifft er das Bequeme Bergrind und den Saumseligen Salamander, die ihm versichern, er sei ein sehr netter Bär! Glücklich wandert er weiter. Bis zum Kompass-Baum. Von da aus geht es in acht Richtungen: Norden, Süden, Osten, Westen, Falsch, Richtig, Mittagessen und Frühstück.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2015

Andreas Platthaus darf noch einmal Harry Rowohlts am lebendigen Vortrag geschulte Übersetzerkunst rühmen. Rowohlts letzte Kinderbuchübertragung liegt nun mit Oren Lavies Buch vor und bestätigt Platthaus in seiner hohen Meinung. Dass die Geschichte vom Bären mit ihrem Vorbild "Pu der Bär" nicht mithalten kann, möchte Platthaus verkraften, da Rowohlt den angemessenen Ton liefert und Lavie ein guter Illustrator ist, wie er versichert. Besonders die Kombination aus Computer- und Handzeichnung findet er reizvoll. Über allem aber strahlt für ihn Rowohlts sprachlicher Duktus, der den Rezensenten zum Vorlesen animiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.10.2014

Kindern und Erwachsenen kann Rezensentin Laura Weißmüller Oren Lavies bezauberndes Bilderbuch "Der Bär, der nicht da war" gleichermaßen empfehlen. Denn der in Tel Aviv geborene Lavie schreibe solch wundersame Sätze und spiele so eigenwillig mit Worten, dass seine Sprache nicht nur lange bei der Kritikerin nachhallen, sondern bald auch beginnen, ein Eigenleben zu führen. Sie lauscht hier den unterschiedlichen Formen der Stille des Waldes, die der bunte, leicht schielende Bär auf der Suche nach sich selbst entdeckt, und begegnet zahlreichen liebenswürdigen Figuren wie etwa dem "saumseligen Salamander". Neben der genialen Übersetzung Harry Rowohlts lobt die Rezensentin insbesondere die Bilder Wolf Erlbruchs, die derart dicht und "filigran" sind, dass sie Weißmüller wie gehaucht oder "geträumt" erscheinen.
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