Oleg Kaschin

Es geht voran

Roman
Cover: Es geht voran
Aufbau Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783351033835
Gebunden, 153 Seiten, 16,99 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Franziska Zwerg. Karpow, ein junger Moskauer Erfinder, entdeckt ein Serum, welches das Wachstum von Lebewesen beschleunigt. Er probiert es an Ratten, Schafen, Schweinen und Ziegen aus, schließlich auch an einem Liliputaner. Das Serum bietet ungeahnte Möglichkeiten und weckt Begehrlichkeiten in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die daraus folgenden Verwirrungen, Konflikte und Grausamkeiten sind ebenso ungeahnt wie zahllos. Mit tiefschwarzem Humor entlarvt der Moskauer Journalist Oleg Kaschin, der selbst Opfer eines brutalen Überfalls wurde, mit diesem Buch Korruption, Machtgier und Despotismus im gegenwärtigen Russland.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 03.03.2012

Bei der Lektüre dieser beißenden Satire hat Rezensent Mathias Schnitzler einiges über das heutige, korrupte Russland unter Putin und Medwedew erfahren, auch wenn die Geschichte um ein Serum, das Menschen binnen kürzester Zeit zu übergroßen Kraftprotzen mutieren lässt und das in die Finger eines Moskauiter Oligarchen gerät, zunächst einmal "schön irrwitzig" klingt. Noch abenteuerlicher findet der Rezensent aber die Hintergrundgeschichte des Romans: Kurz nach Abgabe des Manuskripts wurden dem Autor, ein regierungskritischer Journalist und Blogger, der hier sein literarisches Debüt vorlegt, von einem anonymen Überfallkommando zur Warnung brutal Hände und Füße gebrochen. So weist der resignierende, defätistische Tenor des Buches dem Rezensenten denn auch die Spur zum ertragreichsten Nährboden für "die besten Satiren", der im fortgeschrittenen Unmut über die Verhältnisse, an denen sich ja doch nichts ändert, bestehe.
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