Gusel Jachina

Wolgakinder

Roman
Cover: Wolgakinder
Aufbau Verlag, Berlin 2019
ISBN 9783351037598
Gebunden, 591 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen von Helmut Ettinger. In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche.1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2019

Rezensentin Maria Frisé erkennt in Gusel Jachinas zweitem Roman nicht nur ein buntes Sprachgewebe aus Märchen, Legenden und Historie, sondern so etwas wie ein Epos der Wolgadeutschen. Dass es sich dabei um eine tragische Geschichte handelt, macht Frisé deutlich, die Handlung ist reich an Grausamkeit, erklärt sie. Jachinas Kenntnisse über die Umbruchjahre an der Wolga, als Lenins Achtung für die Wolgadeutschen in Stalins Verfolgungsprogramm kippte, scheint die Rezensentin zu beeindrucken. Die Geschichte um einen Lehrer und seine unerfüllte Liebe zu einer Bauerstochter erzählt die Autorin allerdings mit Neigung zur Melodramatik und opulenten Bildern, warnt sie.
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