Er war ein Grenzgänger zwischen zwei Welten: Der Ostberliner Rechtsanwalt und DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel war maßgeblich am Freikauf von mehr als 33.000 politischen Gefangenen der DDR beteiligt und stand dabei stets hoch in der Gunst westdeutscher Spitzenpolitiker - von Schmidt über Wehner bis hin zu Kohl. Doch wer war der geheimnisumwitterte politische Vermittler wirklich? Helfer in der Not oder gar des Teufels Advokat? Norbert F. Pötzl hat erstmals Zugang zu Vogels Privatarchiv und erhellt mit neuen Erkenntnissen ein wichtiges Kapitel deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2015
Günther Heydemann geht die Sympathie des Autors für seinen Gegenstand mitunter etwas zu weit, kritische Fragen findet er nicht viele in Norbert F. Pötzls Biografie über den DDR-Anwalt Wolfgang Vogel, einer schillernder Gestalt im Geschäft mit den Häftlingsfreikäufen zwischen den beiden deutschen Staaten. Vogels Lebensweg scheint dem Rezensenten allerdings interessant genug, das Buch empfehlenswert, nicht zuletzt, da das umfangreiche vom Autor erschlossene Material in einen stilistisch gut lesbaren Text verwandelt wurde.
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