Gerechtigkeit - ein vergessener Wert? Wer den Menschen nur als Kostenfaktor sieht, missachtet seine Würde. Auch in Zeiten der Globalisierung und knapper werdender Kassen, so Blüm, sind Menschenwürde und sozialer Zusammenhalt kein Klotz am Bein. In scharfer Auseinandersetzung auch mit den geistigen Fundamenten und mit der Realität des Kapitalismus klärt er aktuelle Fragen: Arbeit, Familie, Solidarität. Inspiriert von der christlichen Soziallehre - ein klärender Beitrag zur aktuellen Debatte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2006
Angetan berichtet Johano Strasser über Norbert Blüms engagierte und anschauliche Gedanken zur Gerechtigkeit. Sowohl der instruktive Überblick über die Idee der Gerechtigkeit von Aristoteles über Thomas von Aquin bis zu Nell-Breuning und Amartya Sen als auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus sowie das Plädoyer für die soziale Marktwirtschaft als ökonomischer Basis einer gerechten Gesellschaft scheinen Strasser recht gelungen. Beeindruckt haben ihn die "Leidenschaft und Nähe zu den Menschen", mit denen Blüm sein Thema verfolgt. Er bekundet seinen Respekt für Blüm, den weder der politische Betrieb noch seine Niederlagen und die Häme seiner Gegner zum "larmoyanten Schwarzseher" oder Zyniker werden ließen. Dass Blüm nicht alle Feinheiten der komplexen Thematik erörtert, fällt für Strasser nicht negativ ins Gewicht, geht es doch in erster Linie um die Klärung von Grundfragen.
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