Nicolas Gisin

Der unbegreifliche Zufall

Nichtlokalität, Teleportation und weitere Seltsamkeiten der Quantenphysik
Cover: Der unbegreifliche Zufall
Springer Verlag, Heidelberg 2014
ISBN 9783662439579
Gebunden, 223 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Manfred Stern. Mit 13 Abbildungen. Die Quantenphysik bietet eine Beschreibung der Welt auf kleinsten Skalen und macht dazu seltsame Aussagen, die unser Verständnis der Welt und ihrer Logik ernsthaft herausfordern. Besonders schwierig zu erklären ist das Phänomen der Verschränkung, das in den vergangenen 30 Jahren intensiv erforscht worden ist. Verschränkte Teilchen scheinen sich zufällig zu verhalten, dennoch über weite Distanzen hinweg voneinander zu wissen, sodass ihr Verhalten korreliert ist. Diese erstaunliche "Nichtlokalität" ist mehr als nur eine abstrakte Seltsamkeit oder ein Paradoxon: Sie findet ganz pragmatische Anwendungen in der Kryptographie, die wiederum verwendet werden kann, um sensible Informationen zu kodieren. Durch Verschränkung wird auch "Quantenteleportation" möglich, deren unermessliche Möglichkeiten selbst von Science-Fiction Autoren nur erahnt werden kann.
Das vorliegende Buch wagt sich an die tiefen logischen Schwierigkeiten der Quantenmechanik heran und bietet dem Leser dabei das Rüstzeug, diese zu begreifen und zu bewundern. Von "Bell's Theorem" bis zu Experimenten der Quantenverschränkung gewinnt der Leser so ein solides Verständnis von einem der faszinierendsten Gebiete der modernen Physik.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2014

Nicolas Gisin, so behauptet Rezensent Ulf von Rauchhaupt, gelinge es tatsächlich besser als jedem vor ihm, bestimmte Sätze der Quantenphysik verständlich zu machen. Als Perlentaucher-Notizenschreiber muss man es also hinnehmen, dass einem ein Satz wie: "Die Natur ist auf Quantenebene demnach nicht lokal" doch eher abstrakt scheint. Glaubhaft macht Rauchhaupt immerhin, dass Gisin seine Argumentation so weit wie möglich entschlackt von der umständlichen Darlegung theoretischer Voraussetzungen einerseits und gar höherer Mathematik andererseits. Am Ende stellt sich heraus, dass es, basierend auf Annahmen des nordirischen Forschers John S. Bell und entgegen Vermutungen Albert Einsteins, den '"reinen Zufall" sehr wohl geben muss und zwar nicht lokal und in 50.000-facher Lichtgeschwindigkeit. Für weitere Erläuterungen ziehen vertrauensvolle Leser dieser Notiz bitte den hier besprochenen Band heran.