Thomas Filk, Domenico Giulini

Am Anfang war die Ewigkeit

Auf der Suche nach dem Ursprung der Zeit
Cover: Am Anfang war die Ewigkeit
C. H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406521874
Gebunden, 288 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

"Zeit ist, was man an der Uhr abliest." Dieses zunächst lapidar wirkende Wort Einsteins erweist sich bei näherem Hinsehen als subtile und weitreichende Auskunft auf die Frage nach dem Wesen der Zeit. Eine Frage, die zu den ältesten der Menschheit gehört und bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Was meinen wir eigentlich, wenn wir sagen, eine Uhr gehe genauer als eine andere? Gibt es möglicherweise eine universelle, für den Kosmos insgesamt geltende Zeit - ein verbindliches Maß also? Oder verhält es sich vielleicht eher so, dass uns die umgangssprachliche Verwendung des Begriffes "Zeit" eine Gewissheit vorgaukelt, der in Wirklichkeit gar nichts entspricht? Und was meinen die Physiker, wenn sie sagen, unser Universum - und mit ihm die Zeit! - hätte vor 13,7 Milliarden Jahren erst begonnen? Was also ist die Zeit?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.10.2004

Marica Bodrozic hat zwei Bücher über die Physik von Raum und Zeit gelesen, die ihr beide sehr gefallen haben. Das von Thomas Filk und Domenico Guilini vorgelegte Buch "Am Anfang war die Ewigkeit" kommt nicht ohne die Philosophie aus, wenn es darum geht, das "Rätsel" von Zeit und Raum zu untersuchen, stellt die Rezensentin fest. Für sie zeigen sich die beiden Autoren in ihren Ausführungen als "schreibbegabt", mitunter sogar "anekdotisch treffsicher", wie sie lobt. Vor allem aber gelingt es des Physikern, den "immanent holistischen Zusammenhang" ihres Fachs zu demonstrieren, so Bodrozic anerkennend. Sie findet das Buch besonders dort "am gelungensten", wo es sich aus jeglicher "Formelhaftigkeit" zu lösen vermag und einen größeren "Bogen" spannt. Auch die biografischen Einschübe zu bedeutenden Forschern, die sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt haben, gefällt der Rezensentin gut und sie findet, dass sich hier besonders der physikalisch unbeschlagenere Leser jenseits aller "Formelbesessenheit" ungestört der "Neugier am Phänomen" hingeben kann. Das Buch bietet nicht nur einen "übersichtlich gegliederten" Abriss der Geschichte der Physik, sondern erklärt daneben auch so spannende Fragen, warum es manchmal eine "61. Sekunde" gibt oder warum alle Körper im Vakuum gleich schnell fallen, so die Rezensentin anerkennend.