Laufzeit 100 Minuten. In allgemein verständlicher Art und Weise erzählt Anton Zeilinger die geschichtliche Entwicklung der Quantenphysik, von ihren Anfängen bei Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr, Erwin Schrödinger und Werner Heisenberg bis hin zu ihren heutigen Anwendungsmöglichkeiten. Dabei geht er auf die "Verrücktheit" der - oftmals paradox anmutenden - radikalen Erkenntnisse der Quantenphysik für unser Weltbild ebenso ein, wie auf die "Schönheit" ihrer theoretischen Formulierung. An den Originalschauplätzen der experimentellen Versuchsaufbauten - im Labor des Instituts, auf dem Dach einer Sternwarte und im Pumpwerk unterhalb der Donau - erläutert Zeilinger die Phänomene der Quantenteleporation und der Quantenkryptographie, nicht zuletzt im Hinblick auf die Entwicklung zukünftiger Quantencomputer.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2005
Anton Zeilingers Hörbuch zur Quantenphysik im Allgemeinen und dem Phänomen der "Verschränkung" von Quantenobjekten im Speziellen hat Tobias Lehmkuhl angeregt zurückgelassen. "Ausführlich" schildere der Vorstand des Instituts für Experimentalphysik der Universität Wien, der durch seine Beschäftigung mit dem "Beamen" von Teilchen beziehungsweise Teilcheninformationen bekannt geworden ist, was vor sich geht, wenn voneinander weit entfernte Teilchen "spukhaft" und ohne Zeitverzögerung miteinander kommunizieren. Für Lehmkuhl ergeben sich aus den "erstaunlichen" Erkenntnissen "hochphilosophische" Fragen zu Bewusstsein und Sein, zur Realität als reine Ansammlung von Informationen und zu der Wirklichkeit von Möglichkeitswelten. "Unmissverständlich" mache Zeilingers Hörbuch deutlich, dass die Probleme der Quantenphysik auch das Leben jedes Einzelnen betreffen.
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