1884 hielt Heinrich Hertz an der Universität Kiel eine Vorlesung über "Moderne Anschauungen über die Constitution der Materie". Das ausgearbeitete Manuskript sollte als Buch veröffentlicht werden, was jedoch unterblieb. Das Manuskript wurde von Albrecht Fölsing kürzlich aufgefunden. Hertz erörtert zunächst erkenntnistheoretische Fragen der Physik, der zweite Teil ist ein entschiedenes Plädoyer zugunsten der Maxwellschen Theorie, und im dritten Teil werden Probleme der Mechanik und Atomistik behandelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Zunächst einmal findet es Ulrich Kühne in seiner Rezension ziemlich traurig, dass die Erstausgabe des jüngst wieder entdeckten Manuskripts nur herausgegeben werden konnte, weil ein Nachfahre Hertz' das Buch subventionierte. Hertz musste seine Vorlesung nach Kühne vor einem anscheinend recht ignoranten Publikum halten, und darum hat sie nach Ansicht des Rezensenten bis heute den großen Vorzug der Verständlichkeit. In manchem sei der Text eine "wichtige Quelle zur Vorgeschichte der Quantenmechanik". Kühne betont, dass der Heraugeber des Bandes, Albrecht Fölsing, vor kurzem auch eine "profunde Hertz-Biographie" vorgelegt hat.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…